Ibiza

12.04.2005 um 12:16 Uhr

Es Vedra - Ausflugziele Ibiza

Es gibt auf der ganzen Insel keinen Ort, um den sich so viele Geschichten ranken, wie um Es Vedrá. An der Südküste von Ibiza ragt der gewaltige Fels 382 Meter hoch aus dem Meer.
Blick von Cala d'Hort...
Betrachtet man Es Vedrá vom Strand der Cala d’Hort aus, hat man den Eindruck, das ein guter Schwimmer in zwanzig Minuten das Ufer des mythischen Felsens erreichen könnte. Dieser Eindruck ist allerdings schon dem einen oder anderen Schwimmer zum Verhängnis geworden. Die Entfernung beträgt ein vielfaches von dem, was sie zu sein vorgibt, ganz zu schweigen von den gefährlichen Strömungen, die hier vorherrschen.

Schon aus dem Altertum sind Legenden überliefert. So soll Es Vedrá zum Beispiel der verhängnissvolle Fels sein, an dem Odysseus zerschellt ist, als er sich von den Gesängen der Sirenen hat verführen lassen. Fischer haben berichtet, das sie Nachts große Flächen von Lichtern weit unter der Meeresoberfläche gesehen hätten. Andere behaupten, die Insel würde hin und wieder von Ufos als Landeplatz genutzt werden.

...und vom Torre de La Savina.
Die wildeste Geschichte, die mir mal jemand erzählt hat, berichtet von einem Mann, der eine komplette Harley Davidson in Einzelteilen auf den Gipfel geschafft haben soll, um sie dort oben zusammen zu bauen und sich dann mit dem Motorrad in die Tiefe zu stürzen. Wirklich glaubhaft ist, das schon Menschen in der Umgebung der Vedrá verschwunden sind, was aber wohl eher an den oben erwähnten Gefahren liegen dürfte. Was sonst von allen Geschichten wahr ist, weiß wohl keiner so richtig. Wer aber mal Es Vedrá im rot-gelben Licht der Untergehenden Sonne gesehen hat, versteht, wo all diese Mythen herkommen.

12.04.2005 um 12:13 Uhr

Hippiemärkte und Märkte Es Canyar

Typisch Ibiza - Hippiemärkte und Las Dalias

Der älteste, größte und wohl auch bekannteste Hippiemarkt auf Ibiza ist der von Es Canyar. Ursprünglich soll dieser Markt angeblich ins Leben gerufen worden sein, um die finanziellen Mittel für den Bau einer Schule zu organisieren. Wahrscheinlicher erscheint mir, das auch ein Hippie irgendwann mal etwas Geld brauchte. Damals und bis in die frühen achtziger fand der Markt auf einem Parkplatz statt und bot größtenteils handgefertigte Waren, die von den Blumenkindern mit viel Phantasie und Geschick gebastelt, geschnitzt oder genäht worden waren. Und jedes Jahr gab es neue Ideen für Spielzeuge, Klamotten und Gebrauchsgegenstände.


Las Dalias
Heute findet der Markt in der schönen Clubanlage von Punta Arabi statt, ist ungefähr doppelt so groß wie früher und hat nicht mehr halb so viel Flair. Zwischen wenigen wirklichen Handarbeiten finden sich jede Menge asiatische Trash-Artikel, wie billige Sonnenbrillen, Batik-Shirts mit Silhouetten von Ché Guevarra und Bob Marley, jede Menge Kästchen und Pfeifchen mit bunten Cannabis-Motiven und neonfarbene IBIZA-Kappen. Und wer es bis zum Abend aushält, der kann noch dabei zusehen, wie hundertfünfzig Teenager in einer kollektiven Ausschüttung von Glückshormonen am Pool der Anlage die Hüften zur allabendlichen Animationsvorführung des Clubs schwingen.


Farben und Gerüche...
Ein wirklich schöner Hippiemarkt ist dagegen der von Las Dalias. Es findet Samstags auf einem liebevoll gepflegten Gelände, wenige hundert Meter vor dem winzigen Örtchen Sant Carles statt. Las Dalias ist eine Bar, ein Restaurant ein Veranstaltungsort für Live-Events und vor allem ein weitläufiger Hof, der zum Teil dicht von Weinreben überwuchert ist. Auf dem ganzen Gelände reiht sich ein Verkaufsstand an den anderen. Auch hier gibt es eine Menge importierter Waren und selbst die wirklich handgefertigten Artikel sind oft nicht mehr von einheimischen Hippies gemacht worden. Dennoch ist das Niveau von Qualität und Originalität hier viel höher als auf anderen Märkten, und die Mischung aus Musik, Stimmen, Gerüchen und bunten Farben versetzt einen für einen Nachmittag zurück in die Sechziger.

Ein weiterer sehr schöner Markt findet Sonntags in El Pilar de la Mola auf Formentera statt. Die Verkäufer achten hier sehr darauf, das auf dem Markt keine billigen Importwaren angeboten werden, sondern nur echte Handarbeiten.

Weitere Märkte gibt es täglich in Santa Eularia in der Promenade an der Plaça España, in Sant Antoni am Hafen und vor allem abends in Sa Marina, dem abends ziemlich überfüllten Hafenviertel von Eivissa. Donnerstags gibt es einen kleineren Markt in Sant Miquel an der Kirche, wenn dort den Urlaubsgästen die traditionellen Tänze vorgeführt werden.