Letharia

11.06.2010 um 01:02 Uhr

Ordnung im Kopf

Musik: -

Ich bin wieder da. Ist schon etwas her, dass ich das letzte Mal was geschrieben habe. Aber ich habe das Gefühl, dass es wieder Zeit ist etwas von mir nieder zu schreiben, um etwas Ordnung in den Kopf zu bekommen...

Inzwischen studiere ich nicht mehr und ich bin auch sonst nicht mehr der Mensch, der ich vor drei oder vier Jahren gewesen bin. Na ja nicht mehr ganz der Mensch von "damals", aber immer noch so, dass ich mich anders wahrnehme, als die Menschen, die mich umgeben.

Ich frage mich, ob mein Umfeld merkt, dass ich "anders" bin... obwohl ich inzwischen fast glaube bzw. davon ausgehe, dass es fast jedem Menschen der "von meinem Schlag" ist ähnliche Gedanken und Zwischenwelten durch die Seele schießen. Auf der einen Seite ist da sehr beruhigend aber auf der anderen Seite würde ich mit dieser Erkenntnis den Glauben daran aufgeben, dass ich etwas ganz Besonderes bin... Das gefällt mir nicht und wahrscheinlich klammere ich mich daran, um nicht in der scheinbaren Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zuzugeben, dass ich nur irgendwie mit mir unzufrieden bin, weil ich meinen eigenen hohen Erwartungen nicht gerecht werde ist nicht das was ich mir erhofft habe. Insgeheim habe ich mir nur gewünscht, dass jemand kommt und erkennt, dass ich krank bin, um mir dann heldenhaft zu helfen. Das hätte es so leicht gemacht. Die Verantwortung für mich abzugeben und nach den Regeln, die mir ein Doktor oder ein lebenserfahrener Mensch vorgeschrieben hätte zu leben... Aber wie es aussieht, werde ich das alleine bewerkstelligen müssen (oder dürfen)...

Ist diese Erkenntnis jetzt gut oder schlecht? Mein Ego mag das natürlich gar nicht hören, aber meine Seele ist erleichtert. Normal zu sein, so wie andere das ist doch gut, oder?

Gruß und Kuss, Letharia. 

14.06.2007 um 18:39 Uhr

Ich könnt kotzen

Musik: keine

Mache meinem Namen mal wieder alle Ehre!

Ich könnt kotzen!

Klausuren stehen an und ich habe nix besseres zu tun als dahinzuschmieren...

So wird das nix mit dem erfüllten Leben.

So eine verdammte Scheiße!

 

29.01.2007 um 18:35 Uhr

zugedröhnt...

von: Letharia   Stichwörter: fertig, krank, kraftlos

Stimmung: müde, aber irgendwie zufrieden
Musik: eels- beautiful freak

Direkt vorneweg: Kann dieses Album sehr empfehlen.

"...you're such a beautiful freak- i wish there were more just like you..."

Bin heute sowas von dösig... Gestern abend hat mein Engel es endlich geschafft mich zum HDR-Gucken zu verführen. Hat mich echt beeindruckt. Die Nacht danach war allerdings ein Horror. Ein Zustand zwischen Wachen-Schlafen-Träumen. Und das natürlich mit einem unangenehmen, stressigen Albtraum-Gefühl verbunden. Ähnlich einem Fiebertraum. Hatte natürlich auch Bauchkrämpfe... Bis heute morgen. Hatte das Gefühl nicht eine Minute geschlafen zu haben. Habe es aber geschafft mir ein Wärmekissen für den armen krampfgeplagten Bauch zu machen.

Danach wieder ins Bett gelegt und darauf gewartet, dass die Schmerzen nachlassen oder wenigstens mein Engel aufsteht und ich die bessere Bettdecke haben kann. War richtig ungeduldig und fand es ungerecht von ihm, dass er so lange liegen blieb und die Decke in Anspruch nahm. Hätte ich einen Ton gesagt hätte ich die Decke wohl sofort bekommen, aber in meinem übermüdeten Kopf war ich der Überzeugung er müsste das auch so mitbekommen. Sonstige Na ja, habe nachdem er dann aufgestanden ist die Decke in Beschlag genommen und habe es im Anschluss geschafft bis 12 Uhr durchzuschlafen. Was war es schön, als ich aufgestanden bin. Keine Schmerzen, ausgeschlafen... der Tag konnte kommen. Leider hielt dieser Zustand nur wenige Minuten. Dann kamen die Krämpfe wieder. Also anderthalb Stunden lang herumgequält, Aspirin genommen, gekotzt und dann auf den Weg nach hause gemacht. Auf dem Weg habe ich dann ein wunderbares Mittelchen für 9,21€ gekauft. Buscopanplus heißt das. Laut Verpackung "krampflösend und schmerzstillend im Bauchbereich" Schmerzen habe ich tatsächlich nicht mehr- dafür fühle ich mich aber auch im Kopf ziemlich schmerzbefreit... Es gluckst sogar ein bißchen im Kopf-Bauch-keine Ahnung wo genau, aber es bewirkt ein Glücksgefühl. Echt nicht schlecht. Ein bißchen wie die "Scheiß-Egal"-Beruhigungspille die ich damals vor der OP zur Beruhigung bekommen habe.

Die haben mir damals ein Stückchen Knochen vom Oberschenkelknochen abgetragen/abgemeisselt, der da nicht hingehörte (eine Exostose- oder auch ein Tumor, wenn auch ein gutartiger, wie es mein Orthopäde damals zartfühlend ausdrückte... dieses dumme Arschloch) Habe heute noch eine Narbe davon am Knie, auf die ich recht stolz bin, da sie neben recht langweiligen und einfach nur unschönen Windpockennarben meine einzige echte Narbe ist und zudem noch von einer Geschichte zeugt die mich stark verändert hat. Zumal habe ich im Anschluss an die ganze Sache ne Thrombose bekommen. War nicht so fein die ganze Sache. Hatte wirklich Angst um mein Leben. Mir wurde meine Sterblichkeit bewusst, mit 17.

Merke schon, dass ich ganz sabbelig werde von dem Zeug. Seltsam, dass solche Geschichten aus mir herauskommen, wenn ich die Kontrolle nicht mehr halten kann. Ein schönes Gefühl wie ich zugeben muss. Wirklich schön, sitze hier, warte ohne Ungeduld auf meinen Engel, der mir gleich nen leckeren Burger mitbringt. Zeit hat keine Bedeutung. Kein Stress- nur Ruhe und das Gefühl, dass meine Seele gerade aussieht wie ein Smiley, gelb, leicht dümmlich lächelnd, zufrieden. Anders kann ich das gerade gar nicht ausdrücken. Außerdem neige ich gerade zu Gedankensprüngen. Würde gerne noch erzählen, dass ich ein Jahr kein Fleisch gegessen habe, weil mir die Tierchen leid taten- meine derzeitige Meinung jedoch ist, dass nicht jeder soviel Glück haben kann an der Spitze der Nahrungskette geboren worden zu sein. Es gibt einfach Glück und Pech. Und wer als Mensch geboren wurde und nicht als Huhn (das nicht nur verspeist wird, sondern zudem auch noch sein Lebtag lang hässlich ist), der hatte Glück und dafür muss man sich ja nun wirklich nicht schämen oder? Auch egal- Engel ist da mit Burgern...

G&K

Letharia

22.01.2007 um 11:15 Uhr

Sch*** Morgen

Was für ein beschissener Tag. Bin schon mit innerer Unzufriedenheit wach geworden. Fühle mich eingesperrt. Irgendwie unbeweglich und festgefahren. Habe Hunger und außer verschimmeltem Brot kaum was im Haus... Traurig
Werde gleich erstmal einkaufen müssen. Habe seeehr wenig Lust dazu.

Danach muss ich mich an Mathe setzen. Am 28.2 ist die Klausur fällig. Habe bisher erschreckend wenig Ahnung von dem, was da von mir verlangt wird. Aber es wird sicher gehen. Alternativ könnte ich mich natürlich auch nochmal an Hydromechanik setzen. Wie auch immer. Lernen wird mir sicher gut tun. Die Unordnung die sich noch immer auf meinem Fußboden verteilt könnte ich auch mal beseitigen... Und da gibt es noch so einiges mehr, das ich in meiner Bude machen könnte. War einfach recht lange nicht mehr hier. Echt doof, wenn man ständig zusammen rumhängt und eine von den beiden Wohnungen "verwahrlost". Aber heute habe ich ja endlich mal die Zeit alles zu ordnen. Mal sehen wie erfolgreich ich damit sein werde.

Werde Bericht darüber erstatten. Muss jetzt mal anfangen.

G & K

Letharia

11.01.2007 um 21:03 Uhr

Wo ist der Überblick, wenn man ihn braucht?

Stimmung: chaotisch
Musik: subway to sally-herzblut

Wo ist meine Übersicht, wenn ich sie brauche? Habe mich enschieden heute endlich mal meine Regale aufzuräumen, um Platz für den Unikram zu haben. Alles sollte schön ordentlich werden.

Ergebnis:

Der Regalinhalt liegt verstreut auf dem Boden herum und ich tendiere dazu wieder alles zurückzupacken (natürlich ohne es zu sortieren) um es aus dem Blick zu haben. Zudem habe ich auch auf meinem Schreibtisch das totale Chaos geschaffen. Wo ist meine nüchterne Denkweise? Mein innerer Schweinehund hat sich mittlererweile zu einem Fleiß und Elan fressenden Drachen entwickelt, der die furchteinflössende Fähigkeit hat daraus ein erdrückendes, müdes Gefühl zu machen. Lange geht es so nun wirklich nicht mehr weiter. Habe versucht etwas Hydro zu lernen, aber es klappt natürlich nicht, weil ich einfach noch nicht genug Biss entwickelt habe. Das Ganze geht so langsam vorwärts. Ich merke, dass sich einiges tut, aber unheimlich gemächlich. Ich scharre mit den Hufen und will dass es schneller geht und je schneller sich mein Kopf dreht umso langsamer dreht sich die Welt. Wie ungerecht! Und wer ist schuld? Ich natürlich. Grrr....

Ich finde mich so schwierig. Bin so froh, dass ich nicht mein eigenes Kind bin. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man sich so verhalten kann. Bin mir ein Rätsel. Ein sehr seltsames Gefühl. Meine Gedanken schweifen ständig ab. Bin unkonzentriert. Ächz... HILFE! Wenigstens habe ich es bisher geschafft auch wirklich zur Uni zu gehen und zu bleiben, obwohl ich überhaupt keine Lust hatte. Vielleicht geht es in den nächsten Tagen ja weiter aufwärts?! Ich denke schon. Bis dahin werde ich mich jetzt erst mal mit meinem Chaos beschäftigen. Schönen Abend noch.

G & K

Letharia