Travels in Afghanistan

Dec 28, 2005 at 20:06 o\clock

EIN NORMALER ARBEITSTAG

by: Armin2

Fahrt vom Buero zur Bohrstelle suedlich von Kabul vorbei an ISAF-Schutztruppen

Die afghanische Polizei (ausgebildet von der deutschen Polizei) versucht den Verkehr zu regeln... 

Kinder aus dem Dorf nach der Heuernte. Ganze Familien (mit Ausnahme der Maenner) fegen den ausgedoerrten Grasboden auf den weiten Talwiesen.

Dec 28, 2005 at 18:46 o\clock

IM NORDEN AFGHANISTANS

by: Armin2

Eine Feasibility Study (Machbarkeitsstudie) erfolgte Mitte Oktober von Kabul aus in die Provinzhauptstaedte im Norden des Landes. Die Reise fuehrte ueber den legendaeren Salang-Pass mit 4(?) km langen Tunnel und im Krieg strategisch wichtigste Verbindung der Russen nach Kabul.

Vorbei an zahlreichen von Mujaheddin zerstoerten Panzern

Kurzes Foto-Shooting(!) mit unserer Security auf dem hoechsten Punkt der Reise (3.363 mNN)

Auf dem Weg nach Norden kein Schnee mehr, aber aehnliche Bilder...

Reisbauer in den fruchtbaren Taelern im noerdlichen Hindukusch

Dammbau und Uferstabilisierung mit left-overs 

Visite beim Buergermeister von Kholm (Tashkurghan) 

Ueber 260 Cholera-Faelle in 2005 allein in Kholm. Die 3 privaten Brunnen unberuecksichtigt ist der Samangan-Fluss einzige Trinkwasserquelle (und gleichfalls Autowaschanlage, Viehtraenke, Ort zum Waeschewaschen und insbes. Sammelplatz fuer faekalbelastete Abwaesser) Ich hoffe sehr, dass unsere Vorerkundungen und geophysikalischen Untersuchungen dazu dienen, dass diese Menschen eines Tages sauberes Wasser bekommen werden. Es ist leider nicht Teil unseres jetztigen Projektes, dies umzusetzen.    

Hydrogeologen bei der Arbeit: Wassertests in einem Schulbrunnen in Kholm

 

Wenig spaeter waehrend der Schulpause...

Junge in Mazar-e Sharif

 

Schuster bei der Arbeit

Blick von der alten Festung in Kholm auf das gruene Samangan-Delta

Festlegung der geophysikalischen Profile aus der Vogelperspektive 

Dec 24, 2005 at 20:15 o\clock

The Captain Morgan Incident

by: Armin2

One of the international crew members working in Kabul/Afghanistanl noticed that his rum supplies went down daily by some small amount. Courios about what happened we set up a spy cam... and found out local crew (hazara tribe clean up lady) worked on the bottle just before lunch time!


The Captain Morgan Incident - video powered by Metacafe

Dec 22, 2005 at 21:48 o\clock

REISE NACH TARIN KHOT IM MAI 2005

by: Armin2

Diese Geschichte ist anhand von Fotos und Erzählungen von meinen Kollegen John und Seth nacherzaehlt (von John stammen auch die Fotos):

 

Im Mai 2005 erkundete FIRMA erstmalig im Rahmen des PROJEKTNAME die Gegend um Tarin Khot, der Hauptstadt der Provinz Uruzgan sowie der Heimat von Mullah Omar…

 

Wegen der noch immer angespannten Sicherheitslage wurde ein Konvoi aus mehreren Fahrzeugen gebildet: Zwei gepanzerte Gelaendewagen, mehrere Begleitfahrzeuge mit schwer bewaffneten Sicherheitskräften, angefuehrt von einem ortskundigen UN-Fahrzeug...

In der Bergregion bei Tarin Khot fuhr das führende Fahrzeug auf einen Sprengsatz, der Pickup wurde durch die Wucht der Explosion seitlich herumgerissen, der vordere Teil wurde komplett auseinander gerissen, die Tueren durch die Detonation aufgerissen und der Beifahrer rausgeschleudert....

 

 

Wie ein Wunder blieben Fahrer und Beifahrer unverletzt.

 

Zum Glueck erfolgte kein weiterer Angriff auf den Konvoi im Talkessel. Das untere Bild zeigt die Stelle, von wo aus vermutlich Taliban-Kaempfer die Kabelverbindung zum Sprengsatz gezuendet haben... 

 

Eine zweite Reise nach Tarin Khot erfolgte im Hubschrauber...

Dec 20, 2005 at 19:33 o\clock

UNTERKUNFT UND BOHRARBEITEN

by: Armin2

Flug nach Kabul

Teil der schwer bewachten Residenz

 

Abendlicher Blick vom Dach der Residenz auf die umgebenden Bergkette (up to

5,000 mASL)... und vorne der Arbeitsplatz unserer wortkargen deutschen Nachbarn

mit Dienstsitz in Pullach 

 

Drink auf dem Dach bei Sonnenuntergang (Cheers, Tom!)

 

Brunnenbau Bohrung in Chel Dokhtaran (“40 Töchter“) eine Autostunde südlich von Kabul.   FIRMA baut hier eine Wasserversorgung fuer 150.000 Menschen auf...

 

 

Ian bewacht von unseren Sicherheitsleuten...

 

Bei Besuchen in Remote Areas sieht der Schutz auch mal so aus...

(John and his local special forces)

 

 

Dec 20, 2005 at 18:13 o\clock

RUECKBLICK

by: Armin2

VORGEHENSWEISE

Um den Zeitraum von Ende September bis heute abzudecken, wendet der Autor hier ein Verfahren an, dass der Fachwelt als copy-and-paste bekannt ist.

 

VORGESCHICHTE

Im Sommer 2005 hatte mich darauf eingestellt, fuer 3 Jahre nach Shanghai zu fahren. Wurde aber nix draus... War nicht weiter schlimm, denn ein paar Tage nach der Absage wurde ein Geologe fuer ein Projekt in Algerien gesucht. Wurde aber nix draus... Stattdessen bot man mir einen Job als Hydrogeologe ausgerechnet in Afghanistan an. Ueber meine zukuenftige Taetigkeit koennte man mir nix sagen, auch nicht ueber Unterbringung und die moegliche Gefaerdung. Und ueber die Bezahlung wuerde man sich schon einigen...

Nach einem Tag Bedenkzeit willigte ich ein. Am 27. September gings im UN-Flieger nach Kabul...      

 

THE MISSION  


CDM

ADDRESS (...)
FOR IMMEDIATE RELEASE

January 5, 2005
Release Number: 477-04
Contact: Elizabeth A. Sprouse
Tel: 617-452-6214
Email: (...)

CDM Managing Afghanistan's First Major Water Improvements Program

…$41.3 million project will improve country's water infrastructure
and directly benefit 400,000 people…

CAMBRIDGE, Massachusetts — The U.S. Agency for International Development (USAID) has awarded CDM the $ 41.3 million Afghanistan urban water and sanitation design-build, feasibility study, and capacity-building project, which addresses the country's need for infrastructure by expanding current water supply systems. At present, fewer than 20 percent of Kabul residents have piped water, and the number is much lower outside the capital city.

Although other donor organizations have sponsored water initiatives within Afghanistan, this USAID effort is the first major water-sector program to take place within the nation's boundaries. CDM is conducting an 18-month urban water and sanitation improvements program, which will directly benefit at least 400,000 people in Kabul, Kandahar, Ghazni, and Gardez.

During the design-build portion of the contract, CDM is extending water distribution networks and increasing sources of potable water in these cities through site work, design, and construction of reservoirs and pipelines. Additional work includes identifying needed improvements in other cities to attract additional funding; advising the Ministry for Housing and Urban Development and the Central Authority for Water Supply and Sanitation, the local organizations responsible for water and sanitation; and providing ongoing technical advisory services.

"CDM is pleased to be awarded responsibility for this vital water supply and sanitation mission in Afghanistan. This project is a good example of the trust USAID has in CDM for this important work, and we look forward to working with both USAID and Afghan organizations to deliver new water supplies, while strengthening the local government's capacity to maintain effective systems over the long term," says Tarek Selim, CDM area manager for Africa and Central Asia.

CDM is a consulting, engineering, construction, and operations firm
delivering exceptional service to public and private clients worldwide.

Visit our website.

###


 

 

 

Dec 20, 2005 at 17:11 o\clock

WHAT THE FUCK IS A WEBLOG (ZU DEUTSCH: WIE ALLES BEGANN)

by: Armin2

Als Kabul gestern mal wieder zur White City erklaert wurde (restricted movement only)

  • due to enhanced vehicle borne improvised explosive device (VBIED) threat
  • erstmals auch ein sprengstoffbeladener ESEL (donkey borne ...)einem Deutschen GTZ-Mitarbeiter beinahe das Leben gekostet hat 
  • ein zweites Erdbeben Kabul maechtig wackeln liess

und erschwerend hinzukommt, dass im Buro wegen der Ausgangssperre nix zu tun ist, hat Hans mich aufgefordert, meine Memoiren zu schreiben...

Andere haben das hoeflicher ausgedrueckt und angeregt, ein Tagebuch zu schreiben, um ein wenig von dem mitzuerleben, was ich in diesem wilden, urspruenglichen, aber ungemein eindrucksvollen Land tue.

Als ich auf der Suche nach einer Information zufaellig auf diese Internet-Seite gestossen bin, war die Idee entstanden, mein Erlebtes, meine Erfahrungen und Bilder (statt wie bisher in Emails) fortan - der gesamten Welt zugaenglich - in dieses moderne Logbuch zu stellen. 

Ich habe mir vorgenommen, im woechentlichen Rhythmus zu schreiben und rueckblickend ein paar Highlights rauszupicken. Kurzum, dies sind NICHT meine Memoiren, ist auch kein Tagebuch, sondern ein Weblog.

Da dieses ein interaktives Medium ist, wuerde ich mich riesig freuen, wenn der geneigte Leser selber in die Tasten haut und sich seinerseits zu Wort meldet... Das geht ueber die Kommentar-Box unten und/oder ueber einen Eintrag ins Gaestebuch. Viel Spass!